Tags: Schule


Media Sozial entwickelt e-Coaching Modell zur Berufsorientierung

Geschrieben am 31. August 2010 um 07:01 Uhr von Marc | Kommentieren »

Der Übergang Schule-Beruf bietet bundesweit für Hauptschüler eine besondere Herausforderung. Die Übergangsquote von Hauptschülern in eine Ausbildung ist seit Jahren fallend. Mangelnde Ausbildungsfähigkeit und unzureichendes Wissen über Anforderungen in Ausbildungen werden hier oft von Wirtschaftsverbänden bemängelt.
Das Projekt „MeBO“ soll Jugendlichen durch verschiedene Tools wie e-Coaching (mit synchronen Übertragungswegen wie Handy, Skype oder Chat sowie asyncronen Übertragungswegen E-Mail, Foren und Blogs), aktive Medienarbeit (angeleitete Produktion von Podcasts bzw. Videocasts) und e-Learning (Module zum Kompetenzcheck, Berufsbilderkundung) helfen, sich frühzeitig und umfassend für den Übergang Schule-Beruf zu qualifizieren.
Bei diesem Projekt sollen jedoch die Medien bzw. die IuK Technologie nicht im Vordergrund stehen, sondern als Hilfsmittel für den Berufsorientierungsprozess fungieren.
Die persönliche Begleitung und Beratung  der Jugendlichen mit den Vorteilen von MeBO stellen eine neuartige Mischung aus Berufsorientierung und Medienarbeit dar. Die Vorteile des e-Coachings, an den medialen Lebenswelten der Jugendlichen anzusetzen, bieten in Kombination mit persönlicher face-to-face Beratung eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema der Berufsorientierung. Schlussendlich soll eine Persönliche Lernumgebung mit Wikis, Blogs, Chat, e-Learning Modulen und e-Coaching zusammen mit reell-persönlicher Beratung stattfinden
MeBo ist ein Modell zur Berufsorientierung im Web 2.0 Alltag.

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Freedroidz – glückliche Roboter an die Schulen!

Geschrieben am 30. August 2010 um 11:57 Uhr von Felix | Kommentieren »

Dieser Artikel kommt sehr spät, erscheint aber dennoch, um dieses tolles Projekt vorzustellen :-)

Am 27.7.2010 habe ich das Schulfest des Heinrich-von-Zügel-Gymnasiums in Murrhardt besucht. Der Grund dafür war ein Workshop der dort stattgefunden hatte. Der Hinweis dafür kam von Matthias Kirschner, der sich für freie Software engagiert. Der Workshop wurde von tarent in zusammenarbeit mit der dort lehrenden Physik- und Mathelehrerin initiiert und veranstaltet.

tarent ist ein Softwareunternehmen, dass maßgeschneiderte Softwarelösungen entwickelt und dabei wo immer auch möglich freie Software benutzt.

Der erste Eindruck am Stand war sehr positiv. Mehrere Roboter fuhren in der Gegend herum und reagierten auf Hindernisse und Markierungen am Boden. Die Fortbewegungsmethoden und die Sensorik war bei allen Modellen auf unterschiedlichste Weise arrangiert. Dort standen mir Steffi (hat Informatik studiert) und Joscha (ist in der Ausbildung zu Systeminformatiker) Rede und Antwort. Sie erzählten mir, dass dieses Projekt ursprünglich zu Demonstrationszwecken auf Messen entstanden ist. Da aber das Ursprungsprogramm LojOS nur eine umständliche Bedienung ermöglichte entwickelten sie das Frontend freedroidz. Damit war die Schwelle um Programme für die Mindstorms zu schreiben schon viel geringer. Auf den Chemmnistzer Linuxtagen entstand dann der Kontakt zum Heinrich-von-Zügel-Gymnasiums.

Der Workshop dauerte 3 Schultagen und beinhaltete die Vermittlung von Grundkenntnissen im Programmieren mit Java. Hinzu kommt die Konzipierung einer funktionierenden Mechanik in Abstimmung mit der Sensorik. Die Schüler waren 7. bis 11. Klässler die sich bewusst für dieses Projekt entschieden hatten. Es war wirklich erstaunlich welche Produkte die Schüler innerhalb von 3 Tagen geschaffen hatten.
Die beiden können sich vorstellen, dass es weitere solcher Projekte in Zukunft geben wird. tarent bietet die Workshops völlig unentgeltlich an, der Wunsch ist aber, dass sich das Projekt freedroidz irgendwann selbständig macht.

Für die Schüler ist der Nutzen enorm. freedroidz ermöglicht den Schülern programmieren zunächst spielerisch zu erfahren und soll das Interesse daran wecken oder steigern. Auch bei der Berufswahl kann solch ein Projekt den Schülern helfen. Sie erzählten mir noch von einem Mädchen, dass bei einem Workshop dabei war und durch die gewonnenen Erfahrungen bestärkt war sich um ein Pratikum bei der tarent GmbH zu bewerben.

Die Roboter habe mein Interesse auf jeden Fall geweckt! Ich bin gespannt wie es in dieser Richtung weiter geht.

Links: freedroidz-Wiki, Interview mit Joscha Häring

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Das FreizeitWiki

Geschrieben am 29. Juni 2010 um 10:46 Uhr von Michael | Kommentieren »

Ich möchte an dieser Stelle einmal das FreizeitWiki vorstellen, welches seit dem Sommer 2009  online ist. Betreiber ist die Jugendstiftung Baden-Württemberg. Dabei handelt es sich um ein Wiki, welches sich auf Freizeitangebote in Baden-Württemberg spezialisiert hat. Auf der Startseite erfährt man auch direkt worum es geht:

Das Freizeitwiki Baden-Württemberg ist ein freies Wissensportal rund um Freizeitangebote, Freizeitaktivitäten und Locations in Baden-Württemberg. Geheimtipps sind hier genauso gefragt wie Klassiker. Beim Freizeitwiki gibt es wie bei den meisten anderen Wikis weder bezahlte Autoren noch eine feste Redaktion. Jeder kann mitschreiben, das Freizeitwiki mitgestalten und wachsen lassen.

Das FreiztWiki bietet in meinen Augen einen gute Kombination aus Online- und Offlinearbeiten. Ich denke da an einen schönen Ausflug mit den Teilnehmern, eventuell mit einem Picknick.  Beim Ausflug werden alle mit einem Foto, Stift und Papier ausgestattet und dann wird die eigene Heimat erkundet. Zuvor kann man sich vielleicht auch schon überlegen, was denn ein Eintrag wert ist.

Aber es ist nicht nur die eigene Heimat, die die Teilnehmer mitunter besser kennenlernen oder mit einem anderen Blick sehen, sondern sie lernen auch einiges zum Urheberrecht: Was darf ich Fotografieren, dürfen Personen auf dem Foto sein, kann ich auch einfach ein Foto von der Stadthomepage nehmen? Welche vorhandenen Texte kann ich verwenden?

Da Media Sozial von Freien Inhalten überzeugt ist, finden wir es natürlich prima, dass beim FreizeitWiki die Creative Commons eine große Rolle spielen. Dabei handelt es sich um ein Lizenzmodell, welches dem Urheber z.B. ermöglicht seine Werke anderen für die Weiterverarbeitung zur Verfügung stellt. Gerade für die aktive Medienarbeit sind die Creative Commons eine feine Sache.

Der Nachteil ist sicherlicht, dass eine solche Plattform ohne fleissige Schreiber nicht viel Wert ist. Zwar gibt es in unregelmäßigen Abständen neue Artikel auf der Plattform, es könnten aber mehr sein. Und ich glaube, dass die Artikel, die dort eingestellt sind, meist durch Workshops entstanden sind. Danach scheint es mit dem Engagement wohl vorbei zu sein.

Ich finde solch ein Wiki ist in einem Ausserschulischen Rahmen besser angelegt, andere halten es in der Schule für gut platziert. Allerdings hat es für mich im schulischen Bereich eher einen Arbeitscharakter als im Ausserschulischen. Schon allein der Name “FreizeitWiki” suggeriert doch Spass und keine Arbeit.

Wir verwenden für Media Sozial auch ein Wiki. Dort tragen wir unsere Ideen und Konzepte ein oder legen eine Linkliste an. Die Dropbox dient für den Datenaustausch (UbuntuONE funktioniert leider nicht so wie gewünscht). Natürlich muss man sich erst an diese Arbeitsabläufe gewöhnen, aber es erspart viele Mails und Anrufe.

Als letztes positives Beispiel für ein Wiki dient noch die Kinderfreizeit, bei der ich auch als Teamer mitarbeite. Da wir Teamer alle recht vestreut sind, bietet sich ein Wiki wunderbar für die Organisation an. Praktisch ist auch, dass wir gleich eine Dokumentation haben und jederzeit auf diese zurückgreifen können. Im Laufe der Jahre entwickelt sich so eine schöne Sammlung an Ideen.

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Schulen ans Netz

Geschrieben am 7. Juni 2010 um 08:03 Uhr von Michael | Kommentieren »

Gestern gab es bei “3Sat Neues” eine interessante Sendung zum Thema neue Medien und Schulen. Die Beiträge waren unter anderem:

- Serious Games im Unterricht
- Bestandsaufnahme: Schulen ans Netz
- Das digitale Klassenzimmer

Bei Serious Games handelt es sich um Spiele, die nebem dem Spass auch Wissen vermitteln wollen. In der Sendung wurde das spiel PolitWorld vorgestellt, bei dem die Spieler an Politik herangeführt werden sollen. So ist man als Spieler Staatsoberhaupt und muss sein Land durch die vom Lehrer gestellten Aufgaben oder geschaffenen Probleme geschickt lotsen.

Beim digitalen Klassenzimmer wurde eine Schule vorgestellt, deren Schüler Stift und Papier durch ein MacBook ersetzt haben. (Auch wenn ich jetzt kein Apple-Fan bin, ist das wirklich eine sehr, sehr gute Idee).

Die ganze Sendung gibt es in der Mediathek zum Nachschauen. Die Beiträge sind alle empfehlenswert.

Passend dazu gibt es im Medienpädagogik Praxis-Blog einen Bericht zum interaktiven Whiteboard. Dort wurde ein Video gemeinsam mit einer Gruppe am Whiteboard geschnitten.

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Zurück in die Zukunft

Geschrieben am 5. Mai 2010 um 15:22 Uhr von Michael | Kommentieren »

Für eine Hausarbeit musste ich die letzte Zeit das Spiegel-Archiv durchforsten. Dabei ist mir die Ausgabe 42 / 1999 mit dem Thema “Kinder im Netz” in das Auge gefallen. Irgendwie liest sich der Artikel, als wäre er erst kürzlich erschienen. Man müsste ein paar Wörter ersetzen und die erwähnten Spiele auf den aktuellen Stand bringen. Aber sonst ist alles dabei: Killerspiele, Isolation und Verblödung. Nur die Pornografie wurde vergessen.

Ich will einfach mal ein paar Textstellen zitieren (das darf ich doch, oder?)

Folgendes Zitat erinnert mich irgendwie an die Digitale Demenz und das Etikett der Copy & Paste Generation:

Folgt man den Thesen der Medienpädagogen, so wächst eine Online-Generation heran, die sich zwar flott und sicher im Netz bewegt, die aber kaum mehr in der Lage sein wird, aus der Vielzahl ungefilterter Informationen Zusammenhänge herzustellen.

Sehr zutriffend auf die heutige Zeit ist das nächste Zitat:

Wenn sich die “Online-Generation” vernetzt, wird sie das nicht nach den Lehrplänen von Reformpädagogen tun, und wenn Eltern ihre Kinder vor Gefahren schützen wollen, werden die den unbequemen Weg gehen und sich selbst zum kompetenten Führer durch die virtuelle Welt fortbilden müssen.

Internet-Zensurprogramme lösen dieses Problem heute genauso wenig wie der Rundfunkrat gestern.

Das passt auch gut zu Netzpolitischen Themen.

Der Artikel hat nun gut 11 Jahre auf dem Buckel…

Dermaßen allein gelassen, bleibt besorgten Eltern wohl doch nur der unbequeme Weg, sich selbst mit den Phänomenen Online und PC zu befassen. Für die Ängstlichen gibt es ein reiches Angebot von Software, die den Zugriff auf jugendgefährdende Seiten im Internet blockiert.

Und wenn sie ihre Kinder lieb darum bitten, helfen die ihnen auch dabei, das Programm zu installieren.

…was hat sich getan?

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