Tags: Gesellschaft


Tipps zum Anschauen und Hören

Geschrieben am 23. Dezember 2010 um 10:48 Uhr von Michael | Kommentieren »

Die letzten Tage sind mir einige Serien, Filme, Hörspiele und Podcasts durch den Browser gehüpft auf die ich gerne verweisen möchte. Alles habe ich selbst noch nicht anschauen können, was aber “zwischen den Jahren” hoffentlich nachgeholt wird. Thematisch bewegen sich die folgenden Tipps im Feld der digitalen Gesellschaft. Dafür habe ich irgendwie ein faible entwickelt.

Alpha 0.7 – Der Feind in Dir

Hierbei handelt es sich um eine Serie, die mit einem Hörspiel eingeleitet wird. Den Anschluss bildet eine 6-teilige TV-Serie, die dann wieder mit einer Hörspiel-Reihe abschließt. Das Konzept gefällt mir schonmal sehr gut. Bisher habe ich nur den Prolog zu Alpha 0.7 gehört, der mich aber auf den Rest neugierig gemacht hat.

Im Kern geht es um Deutschland im Jahr 2017. Es gibt zwar keine fliegenden Autos, dennoch hat die Technologie einen enormen Einfluss auf das Leben der Menscheit genommen. Alles, was heute im Jahr 2010 diskutiert wurde und wird, ist 2017 längst Alltag: Nacktscanner, Kameras an jeder Ecke oder die Vorratsdatenspeicherung. Als nächstes möchte die Bundesregierung sogennante Brainscanner einführen, mit denen Gewalttäter anhand ihrer Hirnstruktur erkannt werden sollen. Denen soll dann zum Beispiel bei Konzerten kein Einlass gewährt werden. Und bei diesem Entscheidungsprozess beginnt Alpha 0.7.

Auf www.alpha07.de gibt es alle Episoden der TV-Serie, der Hörspiele sowie weitere Hintergrundinformationen.

Alexander Lehmann zum elektronischen Personalausweis

Alexander Lehmann macht immer wieder kleine Filmchen zu neuen Ideen der Bundesregierung oder auch zu technologischen Entwicklungen. So auch über den elektronischen Personalausweis. Auch wenn der Film arg übertreibt, finde ich ihn durchaus sehenswert. Lehmann möchte mit seinen Filmen einfach zum Nachdenken anregen. Ich finde dazu gehört auch eine ordentliche Portion Polemik.

Das Video gibt es bei Youtube.

Hörspiel: Kennst du schon Ken?

Das Hörspiel geht auf das Freundesammeln in Sozialen Netzwerken ein. Es geht um Ken, den zwar niemand kennt, aber jeder als Freund haben möchte. Der Haken ist aber, dass Ken nur Freundschaftsanfragen beantwortet, wenn man 300 gemeinsame Freunde mit ihm hat. Und so sammeln die Benutzer der Community MyBook fleißig Freunde, dass sie mit Ken befreundet sein können. Und der ganze Aufwand, obwohl noch nie jemand mit Ken ein Vier-Augen-Gespräch hatte.

Das Hörspiel eignet sich sicherlich auch wunderbar als Diskussionsgrundlage zum Thema “Freunde / Freundschaften” in Sozialen Netzwerken. Auf einer eigens dafür erstellen Internetseite kann das Hörspiel heruntergeladen werden.

Filmportal für sozial Engagierte

Durch den Medienpädagogik Praxis-Blog bin auf ein interessantes Filmportal aufmerksam geworden: http://www.human-pictures.eu

Ziel des Internetauftritts ist es eine Plattform für Filmemache zu schaffen, die ihre Werke einem breiten Publikum vorstellen wollen. Ich selbst habe die Seite bisher nur überflogen, die Filme machen aber einen sehr guten und interessanten Eindruck. Viel besser als meine Zusammenfssung klingt natürlich das original, was ich kurz zitieren möchte:

Wir sind ein Sammelbecken und Kommunikationsforum für alle Menschen, die mit ihren Filmen, Clips und Fotografien humanitäre, soziale, ethische und integrative Inhalte kommunizieren wollen.
Denn es gibt eine weltweite gemeinsame Sprache, bei der das gesprochene und geschriebene Wort gar nicht im Vordergrund steht: Die Sprache des Films und der Bilder.

Wikileaks – Rebellen im Netz

Es wird ja gerade unglaublich viel zu Wikileaks geschrieben und da kommt eine Dokumentationen aus Schweden gerade recht. Noch viel besser ist, dass der ORF die Sendung übersetzt hat und im Rahmen eines Spezials der Sendung “Menschen & Mächte” ausgetrahlt hat. Erfreulicherweise findet sich die Sendung in der TVThek des ORF zum zeitsouveränen Nachsehen wieder.

Chaosradio #163 -Kulturtechnik Technikkultur

Das Chaosradio des Chaos Computer Club wirft einen Blick zurück auf die Entwicklungen der letzten 15 Jahre:

Die 163. Ausgabe von Chaosradio ist auch eine Jubiläumssendung: vor 15 Jahren im November 1995 ging die erste Ausgabe bei Fritz auf Sendung. Wir wollen dazu ein wenig zurückblicken aber vor allem die Frage aufwerfen, welche Bedeutung die Technikkultur für die Gesellschaft gehabt hat.

Viele Fragen stehen im Raum: Was haben wir durch das Netz gewonnen, was haben wir verloren? Was bringt uns Technik wirklich? Was will man nicht missen? Was ist überflüssig? Welcher Fortschritt zeichnet sich ab? Welche Trends gehen in die falsche Richtung?

Eine wirklich sehr hörenswerte Sendung, die auf chaosradio.ccc.de nachgehört werden kann.

E-Mail-Verschlüsselung: Der digitale Briefumschlag

Es ist ein tolles Video aufgetaucht, das denn Sinn und Zweck der E-Mail Verschlüsselung erklärt. Darauf hin habe ich das bei mir mal ausprobiert. FUnktioniert soweit alles wunderbar. Unter Ubunu war die Einrichtung auch recht simpel, was ich nicht gedacht hätte. Mit dem Tool “Passwörter und Verschlüsselung” ging das alles recht leicht von der Hand. Allerdings sollte man sich dennoch etwas Zeit dafür einplanen, denn um etwas lektüre kommt man nicht herum. Ich hab mich bei der Wikipedia und GnuPGP.org etwas eingelesen.

Aber zurück zum Video. Das erklärt das Prinzip der Verschlüsselung eigentlich recht gut. Eine “allemannische Übersetzung” des Videos, die von Netzpolitik.org erstellt wurde, findet sich auf Youtube.

Media Sozial wünscht ein frohes Fest und einen guten Rutsch!

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Alles scheisse. Alles blöd.

Geschrieben am 19. November 2010 um 15:30 Uhr von Michael | 4 Kommentare »

Ich unterhalte mich gerne mit verschiedenen Leuten über das, was das Internet so alles bereitstellt. Oder ich lausche gerne bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmittel, was andere so über das Netz erzählen. Die Worte “Facebook”, “Blog” und “Twitter” fallen wirklich ziemlich oft muss ich sagen. Mein Ohr ist auf die Schlagworte wahrscheinlich schon ziemlich gut sensibilisiert. Aber ja, manches davon nervt mich einfach. Daher möchte ich mal ein paar weniger konstruktive Zeilen ablassen.

Gerade bei Erwachsenen habe ich so das Gefühl, dass sie dem Internet gegenüber eine negative Grundhaltung haben. Soziale Netzwerke sind gefährlich, Google und ganz besonders Streetview ist böse und schlecht. Okay, denke ich mir, wenn etwas darüber in den Nachrichten kommt, dann meistens auch nur Negatives. Dazu gibt es derzeit auch die Sendung Tatort Internet, die sicher auch nicht für ein positives Image wirbt. Oder eine aktuelle Kampagne aus Bayern, Was spielt mein Kind?, die darauf hinweist, dass Computerspielen böse ist. Das Bild mit dem Kind, das da völlig apathisch in einem dunklen Zimmer vor dem Bildschirm sitzt, erzeugt bei mir nur ein Kopfschütteln. Eine Neu-Auflage des Kellerkindes, hurra.

Es gibt auch komische Seiten wie z.B. Nur ein Mausklick bis zum Grauen , die mit dem reisserischen Titel die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Aber wem ist dadurch geholfen, wenn nur das Negative hervorgehoben wird?

Oder Seiten wie kindersindtabu.de, deren Sinn und Zweck ich garnicht verstehe.

Und das geht mir ehrlich gesagt ziemlich auf den Sack. Sind die Möglichkeiten, die das Internet bereithält so offensichtlich, dass es nicht nötig ist sie zu erwähnen? Wieso heissen die Workshops und Vorträge zum Thema Medien / Internet immer “Gefahren und Möglichkeiten” ? Ja, auch wir haben solche Vorträge. Aber ich würde lieber coole Workshops machen, bei denen das Netz und der Computer die Werkzeuge sind, mit denen gemeinsam etwas erarbeitet wird. Ich bin der Meinung, dass dadurch sowieso viel mehr gelernt wird, als durch die ständige Panikmache und den bösen Zeigefinger. Wenn ich weiss wie etwas funktioniert, kann ich mich auch richtig damit auseinandersetzen. Um zu wissen wie etwas funktioniert, ist es doch am besten, wenn ich es ausprobiere? Die Möglichkeiten sollten inzwischen zuerst genannt werden und dann mögliche Risiken. Vor lauter Gefahren verschwinden die Chancen. Und wenn etwas scheinbar so viele Risiken und Gefahren beinhaltet, wieso soll man sich dann überhaupt damit beschäftigen. Nach dem Motto: “Dann lass ich lieber die Finger davon, dann passiert mir nichts.” Und am Ende finden alle das Netz blöd, weil es viel zu gefährlich ist.

Statt alles, was mit dem Netz zu tun hat per se zu verteufeln, kann man sich doch versuchen zu informieren. Meiner bescheidenen Meinung nach sind Seite wie klicksafe.deinternet-abc.de oder irights.info (zum Thema Urheberrecht) eigentlich ziemlich gute Anlaufstellen. Und dort gibt es natürlich noch mehr Links.

Das Motto des anstehenden Safer Internet Day: “It’s more than a game, it’s your life”, heisst für mich “Im Internet kann man nicht nur spielen, sondern auch gemeinsam etwas cooles, sinnvolles und natürlich auch sinnfreies erreichen.”

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Ein Leben auf Facebook.

Geschrieben am 16. November 2010 um 15:06 Uhr von Michael | Kommentieren »

Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn Leute auf Facebook ihren Beziehungsstatus ändern. Als Beispiel nehmen wir mal “Peter”.

In den darauffolgenden Kommentaren lässt sich dann immer wunderbar nachvollziehen woran die Beziehung denn nun gescheitert ist. Das sieht das ungefähr so aus:

Person A: Quatsch! Ist sicher nur ein Spass

Person B: Du armer!

Person C: Ehrlich jetzt? Lief doch so gut!

Peter: Ja, ehrlich. Kein Spass…

Person B: Ja, und warum ?!?!

Person C: Erzähl doch mal …

Peter: Also ..

Und so weiss ich also nun dass Peter aus Grund X nicht mehr mit seiner Freundin zusammen ist. Ich lese das natürlich auch. Ich finde das auch interessant zu wissen. Ohne Facebook würde ich das wohl ohnehin niemals erfahren, so gut kenne ich den Peter nun auch wieder nicht.

Warum ich das schreibe? Weil ich das nun schon ein paar Mal erlebt habe und immer gedacht habe “Wieso machen die das?”. Wieso wird das an der Pinnwand breitgetreten. Okay, volles verständniss für das Mitteilungsbedürfnis unserer Spezies. Ich schreibe da auch viel Krempel an die Pinnwand, aber das würde mir zu weit gehen. Es kommt mir auch schon komisch vor, wenn die Leute ihre gesamte Familie und den Freund verlinken. So viel will ich doch garnicht wissen. Trotzdem klick ich mich durch.

Auf der Suche nach “Beziehungsstatus Facebook” bin ich auf einen Blogbeitrag von Christiane Lutz gestoßen, die es glaube ich ganz gut beschreibt:

Wer dennoch mit der Angabe in seinem Beziehungsstatus kokettiert, der will im Grunde nur Aufmerksamkeit darüber erregen. Er inszeniert sich selbst auf dem Kuppelmarkt oft unbewusst als Kopulationswilliger, treue Seele, biedere Ehefrau oder sexuell Ausgehungerter. Daher gilt der Königsweg: Beziehungsstatus elegant umgehen und einfach lächelnd schweigen.

Da haben wir’s: das Schlagwort Inszenierung. Darum geht es letztendlich.

Und warum schreibe ich das alles? Eigentlich aus dem selben Grund. Ich will Aufmerksamkeit. Und zum Nachdenken anregen. Ich finde es wahnsinnig erstaunlich was dieses Netzwerk so mit uns macht und wahrscheinlich noch machen wird. Wer weiss, was noch alles kommen wird und wie wir damit umgehen. Manchmal macht es mir doch auch ein bisschen Angst :-)

Zum Nachdenken regt vielleicht auch der abschließende Film von maxluere auf Youtube:

Update: Das verlinkte Video wurde leider gelöscht. Auf Youtube finden sich aber einige Kopien. Einfach nach “A Life on Facebook.” suchen. Hätte der Ersteller sein Video besser mit CC-Musik unterlegt. Schade.

Update 2: Felix hat mich auf einen weiteren interessanten Artikel zum Thema aufmerksam gemacht: Neon.de – Wir Facebook-Schauspieler

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Die Mikrospende

Geschrieben am 13. Juli 2010 um 15:15 Uhr von Michael | Kommentieren »

Ich bin ja schwer Begeistert von der Idee der Mikrospenden. Entwickelt hat das ein Kommilitone, der über seine Idee regelmäßig im Tagebuch eines Mikrospenders unter dem Namen Marc Connor bloggt.

Aber zuerst die wichtigste Frage: Was sind Mikrospenden? Laut Definition von Marc handelt es sich dabei um

“eine Spende zwischen 0,01€ und 0,99€, die mittels eines automatisierten Verfahrens zur Förderung gemeinnütziger Organisationen gesammelt wird”

Das klingt doch ganz einfach. Der Theorie nach ist das Verfahren in 3 Schritten erledigt:

Schritt 1:
Bitte lassen Sie ihren Computer bzw. ihr Rechenzentrum regelmäßig und automatisch, 4 Mal im Monat, meinen Kontostand bei Ihnen prüfen.

Schritt 2:
Bitte registrieren Sie an diesen 4 Stichtagen regelmäßig und automatisch den vorhandenen Cent-Betrag (0,00€-0,99€) auf meinem Konto.

Schritt 3:
Bitte buchen Sie den Cent-Betrag als “Mikrospende” auf ein Sammelkonto, das ich ggf. demnächst bei Ihnen eröffnen werde.

Das klingt nun natürlich nach wenig Geld. Maximal kommen 3,96 Euro im Monat zusammen, und 47,52 Euro im Jahr.
Dieses Verfahren ist aber für ein Masse an Personen ausgelegt. Bei 100 Personen sind es immerhin schon maximal 4752,00 Euro im Jahr. Je mehr Personen mikrospenden, desto höher die Summe. Es müssen also viele Leute von der Sache überzeugt sein und Lust haben mitzumachen, was sicher ein Knackpunkt ist. Aber wenn das erstmal eingerichtet ist, laufen die Spenden ja im Hintergrund und die paar Cent fallen sicher auch nicht so in’s Gewicht.

Und wofür das Ganze? Das Einzige was Marc möchte, ist den Jugendtreff, in dem er tätig ist, durch Mikrospenden zu unterstützen / finanzieren. Okay, es ist viel. Vielleicht zu viel? Jedenfalls macht es Spass seinen “Kampf” im Blog zu verfolgen.

Seit ich von diesem Begriff und dem Verfahren dahinter zum ersten Mal gehört habe, geistert in meinem Kopf das Wort “Bürgerstiftung”.

So wäre es doch eine prima Sache, wenn durch Mikrospenden eine Stadt ihre gemeinnützigen Institutionen etwas unterstützen könnte. Oder auch kleinere Anschaffungen oder Reparaturen tätigen könnte. Für mich als Spender ist es natürlich schön, wenn ich direkt sehe, was aus meiner Spende wurde. Mikrospenden sind also für regionale Projekte eine tolle Geschich

Wie das Geld verwendet wird, könnte in einem schönen demokratischen Prozess beschlossen werden. Ja, auch mit Hilfe des Internet! :-) Das wäre für die Stadt ich meinen Augen ein riesen Gewinn. Nicht nur weil Geld zur Verfügung steht, sondern auch weil jeder Mirkospender seinen Teil dazu beiträgt und das Stadtbild durch die Bürger geprägt wird.

Und wie werde ich nun Mikrospender? Tja, da hilft im Moment nur eine Anfrage bei der Bank. Vielleicht richten die ja solch ein Verfahren ein? Falls ja, Marc bittet sicherlich um einen Hinweis :-)

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Internetpornographie

Geschrieben am 8. Juli 2010 um 13:57 Uhr von Michael | Kommentieren »

Lange hatte ich es vor, endlich hab ich es mal geschafft. Im Modul “Jugendarbeit” habe ich eine Hausarbeit zum Thema Internetpornographie geschrieben. Die Hausarbeit hatte den Titel “Porno 2.0″, den ich so nicht mehr wählen würde. Mich nervt diese Versionsnummerierung unseres Lebens wahnsinnig. Der Untertitel lautet “Ursachen, Nutzung und Auswirkungen bei Jugendlichen. Daraus folgende Konsequenzen für die Jugendarbeit.”

Der Anlass für das Hochladen der Arbeit war ein Artikel beim Spiegel, den es mittlerweile im Archiv zum Nachlesen gibt. Aber auch eine Präsentation unserer Professorin für Medien und Soziale Arbeit, die ich auf ihrer Pinnwand entdeckt habe.

Vielleicht interessiert sich ja jemand für die Arbeit. Sind ca. 30 Seiten. Zu findet ist die Arbeit unter diesem Link.

Viel Spass beim Lesen.

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