Passwortverwaltung mit KeePassX

Geschrieben am 3. April 2012 um 17:55 Uhr von Michael | Kommentieren »
Logo von KeePassX

www.keepassx.org

Inzwischen benötige ich wirklich unglaublich viele verschiedene Passwörter. Kaum ein Online-Dienst kommt ohne Anmeldung aus. Für jeden dieser Dienste will ich dann natürlich auch ein vernünftiges Passwort haben. Mit Passwort-Generatoren fällt das ständige Überlegen nach einem guten Passwort zumindest weg. Bleibt das weitaus größere Problem: Wie merke ich mir die ganzen tollen Passwörter?

Natürlich habe ich mir auch schon lustige Sätze gebildet und mir daraus ein Passwort gebastelt, aber das Ganze ist schlussendlich an meinen Hirn-Kapazitäten und an meiner Faulheit gescheitert.

Als ich dann noch angefangen habe verschiedene Webseiten zu betreuen, musste ich meine Passwortverwaltung unbedingt mal ordentlich strukturieren. Die Stichwörter “Passwortmanager” und “Passwortverwaltung” unterstützten mich.

Die Suchmaschine spuckt jede Menge Programme aus, von denen mich KeePassX auch gleich angesprochen hat. Die Gründe hierfür waren:

  • ein integrierter Passwort-Generator
  • die Passwörter nach Kategorieren zu sortieren
  • das Programm ist sowohl für Linux als auch Windows verfügbar, die Datenbanken können auf beiden Systemen gelesen/bearbeitet werden
  • das Passwort kann mit einem Ablauf-Datum versehen werden (damit die auch mal gewechselt werden)
  • die Datenbank kann als Textdatei exportiert werden (ja, sorry, ab und an drucke ich doch mal etwas aus)

Die Verwendung ist recht simpel. Beim Start lege ich mir eine Datenbank an, die mit einem Passwort oder einer “Schlüsseldatei” geschützt wird. Letzteres habe ich noch nie benutzt, bzw auch gar nicht verstanden. In meine erstellte Datenbank habe ich verschiedene Kategorien z.B. Templates, Services, Tools,… angelegt und diese mit den entsprechenden Diensten gefüllt.

Ich habe KeePassX nun seit ca. einem halben Jahr im Einsatz und möchte es nicht mehr missen. Wenn ich mich irgendwo registriere ist ein Eintrag in der Datenbank schnell angelegt, das Passwort bekomme ich von KeePassX. Ebenso schnell geht das Benutzen der Passwörter: rechtsklick auf den Eintrag “Benutzername/Passwort kopieren” und dann bei der Anmelde-Maske einfügen. Es gibt auch eine Autotype funktion, bei der die Seite gleich geöffnet wird und die Maske entsprechend ausgefüllt wird. Das habe ich aber noch nie benutzt. Ebenso gibt es eine App für Android, aber die habe ich auch noch nie genutzt. Die Datenbank soll schön auf meiner Festplatte bleiben und nicht irgendwie irgendwo in einer Wolke verschwinden.

Nachteile hat die Verwendung natürlich auch. Bei den meisten Diensten kann ich mich ohne das Programm nicht mehr anmelden, da ich das Passwort nicht weiß. Passwörter speichere ich auch nicht im Browser, keine Ahnung warum. Wahrscheinlich bin ich zu paranoid?

Aber damit kann ich gut leben. Das Wichtigste erledige ich ohnehin immernoch am Desktop-PC.

KeePassX gibt es auf Deutsch für Windows, Linux und MacOSX zum Beispiel im Heise-Softwareverzeichnis. Ubuntu-Benutzer finden KeePassX im Software-Center.

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Wo sind die Optionen?

Geschrieben am 15. Februar 2012 um 14:41 Uhr von Michael | Kommentieren »

Am Safer Internet Day 2012 habe ich zum ersten Mal einen “Facebook-Profil-Check” gemacht. Das aha Informationszentrum in Ravensburg hatte mich eingeladen. Werbung wurde fleissig gemacht, aber wir wussten nicht, ob das auch wirklich ankommt und Interesse weckt. Kaum war ich angekommen, hat sich auch schon der erste Interessierte gemeldet, weitere trugen sich in die Warteliste ein. Und dann ging es los.

In etwas mehr als 4 Stunden habe ich mich mit ungefähr 8-10 Jugendlichen zwischen 12 und 19 über die verschiedenen Einstellungen bei Facebook unterhalten. So gut wie Niemand wusste über die Listen und deren Funktion bescheid oder wusste, dass für jedes Posting die Adressaten bestimmt werden können. Mit der Erfahrung aus anderen Veranstaltungen hatte mich das jetzt nicht sonderlich überrascht. Es war aber das erste Mal, dass richtig Zeit vorhanden war, um sich dem Thema einmal ausführlich zu widmen. Und es hat richtig Spaß gemacht.

Verwundert geschaut habe ich jedes Mal als die Hinweise von Facebook, die z.B. Neuerungen erklären, einfach weggeklickt wurden. Nicht eine Sekunde wurde damit verbracht zu lesen, was dort steht. Die Listen werden ja seit einiger Zeit von Facebook automatisch angelegt. So sind die Listen “Enge Freunde” oder “Eingeschränkt” eigentlich bei jedem vorhanden. Aber was damit anzufangen ist, wird nicht hinterfragt. Die Spiele oder Apps werden werden doch auch mal angeklickt, um zu sehen was passiert.

“Oh, das wusste ich ja garnicht, geil!” ist so ein Kommentar, der den Tag ganz gut beschreibt.

Wo sind die Optionen?

Das sollte eigentlich die erste Frage sein, wenn man sich – warum auch immer – entschieden hat, einen Dienst zu nutzen. Natürlich werden manche Optionen erst mit der Nutzung deutlicher, aber der Blick in die Optionen/Einstellungen verrät doch schonmal einiges über den Funktionsumfang des Dienstes.

Aber nun stellt sich natürlich die Frage “Wie wird der Blick in die Optionen cool?” :-)

Es muss irgendwie der kleine “Forscher” in jedem von uns etwas geweckt werden, der keine Angst vor dem falschen Klick hat.

(Mehr wollte ich mit diesem Artikel nicht sagen. )

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Weblogs in Kommunen

Geschrieben am 6. Februar 2012 um 12:54 Uhr von Michael | Ein Kommentar »

Die “Bedeutung von Weblogs für Akteure im kommunalen Raum” ist der etwas sperrige Artikel meiner Abschlussarbeit, die ich seit August letzten Jahres endlich fertig bekommen habe und endlich mal veröffentlichen will. Ausserdem ist es mal wieder Zeit zu bloggen.

Die Arbeit soll einen Überblick zum Thema Weblogs und deren Nutzungsmöglichkeiten in kleineren Kommunen bieten. Da wir noch an unserem Layout für unsere Hauptseite arbeiten, lege ich die Arbeit derweil zum Herunterladen in die Dropbox (PDF).

Der theoretische Teil der Arbeit beschäftigt sich mit den Schlagwörter Web 2.0/Social Media und einer Beschreibung von Weblogs. Im empirischen Teil habe ich 28 Gemeinden im Landkreis Ravensburg unter die Lupe genommen und geschaut, ob es entweder auf der Homepage der Gemeinde, einem ansässigen Verein, in der Jugendarbeit oder der Politik Weblog-Ähnliche Funktionen (Kommentarmöglichkeit, Artikel in umgekehrt chronologischer Reihenfolge) gibt.

Das Ergebnis ist, dass es zwar nur 2 “orginäre” Blogs gibt, aber die meisten Gemeindewebseiten ihre Bürger stets über Neuigkeiten informieren. Leider gibt es aber bei den Gemeindewebseiten nie die Möglichkeit einen Artikel zu kommentieren.

Ich habe das Thema aufgegriffen, weil ich selber gerne Blogs lese und glaube, dass sie für die Öffentlichkeitsarbeit ein prima Werkzeug sind. Auch weil Systeme wie WordPress sehr leicht aufzusetzen sind, Artikel flott geschrieben sind und die eingebaute Kommentarfunktion Dialog-fördernd sein kann. Das zitieren und kommentieren via Trackbacks könnte außerdem eine kleine regionale Blogsphäre schaffen.

Zu meiner großen Freude ist das nicht alles nur bloße Theorie geblieben, sondern befindet mit dem Jugendtreff Bodnegg und dem Jugendtreff Aulendorf schon in einer kleinen Versuchsphase befindet. Die Verantwortlichen dort setzen den Blog ein, um auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen und dadurch Sponsoren und Förderer für die Jugendarbeit zu gewinnen.

 

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In eigener Sache: Pause

Geschrieben am 28. Juni 2011 um 09:25 Uhr von Michael | Ein Kommentar »

Meine Bachelorarbeit beansprucht mich die nächste Zeit vollständig. Und da ich gerne mal zum Abschluss kommen möchte, muss ich ein paar Dinge einstellen, dazu gehört auch das bloggen. Auch wenn das nicht soo übermäßig viel Zeit in Anspruch nimmt, will ich den Kopf frei haben.

Und ich finde es irgendwie unschön, wenn hier von meiner Seite nichts passiert und keiner weiss “was da los ist”.

Ende August ist der Abgabetermin, drückt mir die Daumen :-)

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Bloggende Bürgermeister

Geschrieben am 15. Juni 2011 um 09:44 Uhr von Michael | Kommentieren »

Im Rahmen meiner Bachelorarbeit, die den schönen Titel “Das Internet muss regionaler werden – Die Bedeutung von Weblogs für Kommunen” trägt, bin ich über bloggende Bürgermeister gestoßen, die ich verlinken möchte. Dazu habe ich noch eine sehr gute Diplomarbeit gefunden, die ziemlich nah an meinem Thema dran ist und die ich sicher das ein oder andere Mal zitieren werde. Es handelt sich um die Arbeit von Julien Christof mit dem Titel “Weblogs als Möglichkeit zur Bürgerbeteiligung in Kommunen”. Sie ist aus dem Jahr 2008 und enthält unter anderem Interviews mit bloggenden Bürgermeister. Diese Interviews sind sehr lesenswert und geben so ein paar Einblicke in die Motivationen einen Weblog zu betreiben und auch ein paar Erfahrungsberichte.

Bürgermeister Röthlinghöfers sagt z.B. folgendes zum Thema Dialog mit dem Bürger:

Alle Politiker erzählen immer, sie sind im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern – das ist ja Humbug. Der normale Kommunalpolitiker hat seinen Dialog mit immer denselben 50 Bürgerinnen und Bürgern, denn das sind die, die um einen sitzen bei Veranstaltungen und die, die man permanent trifft. Ab und an trifft man mal einen anderen, der sagt einem dann aber nicht, was er denkt, denn er hat ja meistens ein Anliegen. Also: Wenn wir das mit dem Dialog ernst meinen, brauchen wir Plattformen und wenn wir Plattformen brauchen, dann ist das zurzeit die einzige, die es gibt. Und wenn die Leute Kommentare schreiben und sagen der Röthlingshöfer spinnt, sag ich „wunderbar“! Erklär mir bitte, warum ich spinne. Diesen Einwand verstehe ich über- haupt nicht. Ich löse doch Diskussionen nicht dadurch, dass ich sie nicht führe.

Durch das Internet besteht die Möglichkeit den Dialog etwas zu öffnen und auch mal andere Meinungen zu bekommen. Das setzt natürlich voraus, dass jeder den Blog kennt und jeder natürlich einen Internetanschluss hat. Dennoch finde ich das wirklich eine tolle Sache und würde mich freuen, wenn es mehr bloggende Bürgermeister geben würde. Der muss keine riesen Aufsätze schreiben, aber zumindest mal ein paar Informationen wie es so läuft und was er so zu tun hat. Das weiss ich nämlich nicht.

Leider hat Herr Röthlingshöfers seit 2009 den Blog aus zeitlichen Gründen eingestellt, schade.

Aus Interesse habe ich mal nach weiteren Bürgermeistern und Gemeinden gesucht, die einen Blog betreiben und habe sogar ein paar gefunden. Vielleicht gibt es noch mehr, aber meine Suchmaschine hat nicht mehr ausgespuckt oder ich hab falsch gesucht. Ich habe auch so das Gefühl, dass unsere Nachbarn (.ch und .at) schon etwas weiter sind. Dort habe ich mehr Blogs gefunden, die ich aber mal ignoriere.

Das habe ich bisher gefunden:

Bürgermeister Norbert Ballhaus, Moers
http://blog.moers.de/

 

Bürgermeister Chrstoph Meineke, Wennigsen am Deister
http://www.buergermeisterblog.de/

 

Bürgermeister Matthias Döhla, Konradsreuth
http://matthias-doehla.de/

 

Bürgermeister Frank Dreyer, Weissenstadt
http://www.weissenstadt.de/aktuelles/buergermeisterblog.html

 

Bürgermeister Thorsten Dahl, Schleswig
http://thorsten-dahl.blog.de/

 

Bürgermeister Markus Ackermann, Waldmünchen
http://www.ackermann-markus.de/blog/

 

Bürgermeister Joachim Hofmann-Göttig, Koblenz
http://www.hofmanngoettig.de/

 

Auch wenn die Anzahl der Kommentare in den Blogs noch ziemlich mager ist, können sich die Bürger zumindest mal informieren was so läuft. Mir gefällt das gut.

Falls noch jemand weitere Blogs kennt, freue ich mich über einen Kommentar.

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